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Kneipp-Therapie behandelt den Menschen ganzheitlich
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Symbolbild

Die Kneipp–Therapie ist ein Naturheilverfahren, das die Selbstheilungskräfte anregt, präventiv und wohltuend wirkt. Im Mittelpunkt stehen die fünf Säulen Wasser, Bewegung, Ernährung, Heilpflanzen und Lebensordnung.

Sebastian Kneipp, 1821 in Oberschwaben geboren, war eigentlich Pfarrer. Als junger Mann schwer erkrankt, testete er in der kalten Donau im Selbstversuch die Heilkraft des Wassers. Damit legte er den Grundstein für ein ganzheitliches, bis heute anerkanntes Naturheilverfahren: 2015 nahm die Deutsche UNESCO-Kommission die Kneipp-Therapie in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes auf.

Wie wirkt die Kneipp-Therapie?

Die gesundheitsförderliche Wirkung der Kneipp-Medizin zur Prävention sowie als Ergänzung der konventionellen Medizin ist zeitgemäßer denn je. Ihr Prinzip: Reize veranlassen Körper, Geist und Seele zu positiven Reaktionen. Kneipp-Anwendungen

  • kurbeln Heilungsprozesse an, reduzieren Schmerzen und Entzündungen,
  • steigern das allgemeine Wohlbefinden,
  • schulen die Körperwahrnehmung,
  • tun der Psyche gut und erzeugen positive Energie. 

Für wen ist die Kneipp-Therapie nicht geeignet?

Führen Sie Kneipp-Anwendungen wie Hydro- oder Bewegungstherapien nur aus, wenn Sie sich fit fühlen und nicht erkältet sind oder frieren. Auch bei offenen Wunden oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten Sie nicht kneippen. Für Patienten mit chronischen Erkrankungen ist es ratsam, erst mit ihrem Hausarzt zu sprechen.

Die fünf Säulen der Kneipp-Therapie

Die Kneipp-Therapie beruht auf folgenden fünf Säulen: 

Die Hydro- und Balneotherapie ist das Kernstück der Kneipp-Therapie – von Güssen über Wassertreten bis zu Wechselduschen oder Wickeln. Abwechselnd weiten und verengen die kalt-warmen Reize die Blutgefäße, was die Durchblutung anregt. Die Wasseranwendungen wirken erfrischend, beruhigend, stabilisierend und harmonisierend.
Die Kneipp-Therapie setzt auf maßvolle Bewegung und alles, was Spaß macht: ob Wandern oder Joggen, Radfahren, Gymnastik oder Schwimmen, Skilanglauf oder Tennis. Wichtig ist, dass körperliche Aktivität einen festen Platz im Alltag einnimmt. Dann fördert sie Fitness, Herz-Kreislauf-System und Stoffwechsel, führt zu mehr Gelassenheit und Lebensfreude und hellt die Stimmung auf.
Vollwertig, frisch, regional und naturbelassen, vitamin- und mineralstoffhaltig sowie ausgewogen ist der perfekte Speiseplan der Kneipp-Therapie. Fünfmal am Tag sollten Obst oder Gemüse auf den Teller, einmal die Woche Seefisch, dafür wenig Fleisch. Nicht zuletzt gilt es, viel zu trinken und Genussgifte wie Nikotin, übermäßigen Kaffeegenuss oder Alkohol zu meiden sowie maßvoll und in Ruhe zu essen. Eine gesunde Lebensweise mit einer vollwertigen Ernährung regt unter anderem die Darmtätigkeit an, senkt Blutzuckerschwankungen und wirkt Stoffwechselstörungen entgegen.
In der Kneipp-Medizin werden Heilpflanzen beispielsweise in Badezusätzen, Tinkturen, Salben, Tees und Säften, bei Kompressen, zum Inhalieren oder Würzen verwendet. Die Phythotherapie, also die Zubereitung und Anwendung von Pflanzen oder Pflanzenteilen wird schon seit vielen Jahrhunderten bei der Heilung von Krankheiten eingesetzt. In der Natur lässt sich eine Vielzahl von Wirkstoffen finden unter anderem Mineral-, Bitter- und sekundäre Pflanzenstoffe, Spurenelemente und ätherische Öle. Sie wirken – je nach Arzneipflanze – regulierend als natürlicher Reiz im Organismus und aktivieren die Abwehr. Heilpflanzen helfen bei Erkältungen, Magen- Darm Problemen, Verstopfung, Reizdarm und -magen ebenso wie bei Haut- und Atemwegserkrankungen, urologischen Leiden, Schlaf- und psychischen Störungen.
Die Kneipp-Therapie will Ausgewogenheit zwischen gesunderhaltenden Kräften und den Belastungen des Alltags erhalten beziehungsweise wiederherstellen. Dabei spielen seelische Ausgeglichenheit, Stresstoleranz und soziale Kompetenz eine Rolle. Zu einem gesunden Lebensrhythmus gehören zum Beispiel das Erlernen von Entspannungsmethoden, bewusstes Genießen wie Lesen oder Musikhören, für 15 Minuten auf nichts konzentrieren oder bewusst den eigenen Atem beobachten. Lärm möglichst meiden.

Wo kann ich eine Kneipp-Kur machen?

Einzelne Anwendungen der Kneipp-Therapie können Sie einfach und günstig selbst zu Hause ausprobieren. Mehr erfahren Sie in Kursen, Wellness-Urlauben oder in einer Kneipp-Kur.

Kneipp-Therapie zu Hause

Vier Kneipp-Anwendungen, die Sie ohne große Hilfsmittel zu Hause durchführen können:

Füllen Sie die einen großen Eimer bis zur Wadenhöhe mit kaltem Wasser. Steigen Sie zunächst mit dem rechten, dann mit dem linken Bein in das Gefäß. Zehnmal wie im Storchenschritt im Wasser treten. Abstreifen und auf der Stelle gehen, bis die Füße wieder warm sind. Mehrmals am Tag wiederholen.
Effekt: trainiert das Immunsystem, aktiviert die Selbstheilungskräfte, regt Kreislauf und Hormonsystem an.
Füllen Sie eine Wanne mit 36 bis 39 Grad warmem Wasser und halten die Füße für maximal 20 Minuten hinein.
Effekt: erleichtert das Einschlafen und stärkt die Abwehrkräfte.
Lassen Sie über dem Waschbecken kaltes Wasser am kleinen Finger beginnend, langsam am Arm außen bis über den Ellenbogen entlangfahren. Verweilen Sie einen Augenblick, drehen den Arm und gehen innen bis zum Daumen zurück. Dreimal wiederholen, abstreifen, dann zum anderen Arm wechseln. Wichtig ist, hinterher wieder warm zu werden.
Effekt: stärkt Immun- und Hormonsystem sowie Blutkreislauf und Herztätigkeit, aktiviert die Atemwege.
Sie benötigen eine Bürste mit mittelweichen Naturborsten oder einen rauen Waschlappen. Beginnen Sie an der Außenseite des rechten Fußes mit langsamen Längsstrichen hoch in Richtung Rumpf bis zum Gesäß zu streichen. Es folgt die Innenseite des Beines, dann zum linken Bein wechseln. Anschließend streichen Sie ebenso nacheinander die Arme: vom Handrücken bis zur Schulter, danach die Innenseite. Abschließend massieren Sie den Bauch- und Brustbereich mit kreisförmigen Bürstenbewegungen. Jeden Morgen vor dem geöffneten Fenster wiederholen.
Effekt: regt Durchblutung und Herz-Kreislauf-System an, reguliert den Blutdruck, härtet gegen Erkältungen ab, stärkt die Venen, sorgt für eine rosige und geschmeidige Haut, ist gut für die Seele.

Quelle:
Kneipp-Bund e.V.

Kneipp-Medizin aus der Apotheke

  • Zur Ergänzung der Kneipp-Therapie stehen in Ihrer Apotheke unter anderem folgende Produkte und Phytopharmakazur Auswahl: Kräuter- und Heiltees, in Teebeuteln oder auch lose
  • Duschgele, Öle und Badezusätze , die belebend oder entspannend wirken,
  • hautfreundliche allergiegetestete Körperlotionen zum Eincremen
  • Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung der genannten fünf Säulen z.B. bei Schlafproblemen, Stress im Alltag oder Stärkung des Immunsystems.

Gut zu wissen: Die Wirksamkeit von Phytopharmaka (Arzneipflanzen in Ihrer Apotheke) wird vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)überprüft. Die Anwendung der Arzneipflanzen leitet sich aus einer jahrhundertelangen Erfahrung ab, was heute allein nicht mehr ausreicht. Heute sind die meisten der derzeit verwendeten Arzneipflanzen in wissenschaftlichen Studien auf ihre Wirksamkeit untersucht worden oder sie mussten einen Nachweis erbringen über eine 30-jährige Anwendung, bei der Wirksamkeit, Unbedenklichkeit und eine ausreichende pharmazeutische Qualität belegt wurden.

Kneipp-Kur professionell

Als Zentrum der Kneipp-Kur gilt das bayerische Bad Wörishofen. Der Grund: Im hiesigen Kloster rief Pfarrer Sebastian Kneipp sein ganzheitliches Gesundheitskonzept ins Leben. Mittlerweile bieten Kliniken, Wellness-Hotels und Kneipp-Vereine in ganz Deutschland Kneipp-Therapien unter professioneller Anleitung an.

Kräuter und Öle selbst gemacht

Statt auf fertige Produkte zu setzen, können Sie sich Ihre individuelle Mischung aus Kräutern oder ätherischen Ölen auch selbst zusammenstellen. Außer ihrer Wirkung im Tee können Heilkräuter ebenso den Effekt von Auflagen, Wickeln oder Bädern verstärken. Wir beraten Sie in der Apotheke gern dazu, welche Heilpflanzen beim jeweiligen Krankheitsbild am besten angewendet werden.

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